Wasser & Bewässerung fleischfressender Pflanzen

Warum das richtige Wasser so wichtig ist

Fleischfressende Pflanzen reagieren extrem empfindlich auf gelöste Mineralien im Wasser. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen sie in Mooren, Sümpfen oder auf stark ausgewaschenen Böden, in denen kaum Salze oder Nährstoffe vorhanden sind.

Schon geringe Mengen an Kalk oder Mineralien können langfristig zu Schäden führen. Deshalb ist die Wahl des richtigen Wassers einer der wichtigsten Punkte in der Pflege von Karnivoren.

Welches Wasser ist geeignet?

Für fleischfressende Pflanzen eignet sich ausschließlich sehr mineralarmes Wasser. Dazu zählen vor allem Regenwasser, destilliertes Wasser oder Osmosewasser.

Leitungswasser ist in den meisten Regionen ungeeignet, da es zu viel Kalk und andere gelöste Mineralien enthält. Diese lagern sich im Substrat ab und schädigen die empfindlichen Wurzeln.

Wie gießt man fleischfressende Pflanzen richtig

Viele Karnivoren werden über den sogenannten Anstau bewässert. Dabei steht der Topf in einer flachen Schale mit Wasser, aus der sich das Substrat selbstständig vollsaugt.

Diese Methode ahmt die natürlichen, dauerhaft feuchten Standorte vieler Arten gut nach. Wichtig ist, dass das Wasser regelmäßig erneuert wird und nicht dauerhaft alt oder verschmutzt ist.

Unterschiede zwischen Sommer und Winter

Im Sommer benötigen fleischfressende Pflanzen deutlich mehr Wasser, da sie aktiv wachsen und viel Feuchtigkeit verdunsten. Der Anstau darf in dieser Zeit konstant vorhanden sein.

Im Winter verlangsamt sich das Wachstum vieler Arten. Dann sollte der Wasserstand reduziert werden, sodass das Substrat feucht bleibt, aber nicht dauerhaft im Wasser steht.

Typische Fehler bei der Bewässerung

Zu den häufigsten Fehlern zählen die Verwendung von Leitungswasser, das Austrocknen des Substrats oder dauerhafte Staunässe im Winter.

Wer auf sauberes, mineralarmes Wasser achtet und die Wassermenge an die Jahreszeit anpasst, legt die Grundlage für gesunde und langlebige Pflanzen